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Podcast: Selbstständige mit 22 Jahren

Ein Gastbeitrag: Unsere Gründerin Amelie Diehl zu Besuch im Podcast-Format Justgeadeit.

Autorin:

Beate Rottler, Katharina Knierim und Shannon Gäde

PODCAST-FOLGE: Justgeadeit

Selbstständige mit 22 Jahren Zu Gast: Amelie Diehl

Mit 22 Jahren ist sie Gründerin von amce studios. In der neuesten Podcast-Folge von „Justgaedeit – Der Podcast mit Shannon Gäde“ ist Amelie Diehl zu Gast.

Wie ist es als junge Frau in einer männerdominierten Branche selbstständig zu sein? Amelie spricht im Podcast über ihren Werdegang, die Hochs und Tiefs ihrer Gründung und Karriere, von Ängsten und Neid, von Freiheit und Disziplin. Thema sind auch Vorurteile, die ihr immer wieder begegnen und wie sie damit umgeht. Und: sie macht Mut und gibt Tipps für angehende Unternehmerinnen.

„Ich möchte zeigen, dass man sich das als Frau genauso trauen kann.“

Personencheck – Amelie Diehl

Ein kurzer Auszug der Podcast Inhalte:

„Dieser Wunsch und Traum – das spielt eine ganz große Rolle. Man muss jeden Tag motiviert sein. [...] Manchmal dominieren die Ängste und manchmal ist man happy, dass man einfach alles frei gestalten kann und die eigene Chefin ist.“

Amelies Eltern sind beide Unternehmer. So war das Terrain, auf das sie sich direkt nach ihrem Studium begab, nicht ganz neu. Trotzdem: ein Unternehmen zu gründen ist immer eine Herausforderung.

„Das Konto ist, glaube ich, bei jeder Gründung rot. Das ist ganz normal. Die ersten Monate sind hart, man muss versuchen über die Runden zu kommen und das Wichtigste ist: man muss schlau sein.“

22 Jahre alt, weiblich, selbstständig – das ist für viele außergewöhnlich. Manche Freunde wendeten sich von Amelie ab, manche potentiellen Kunden respektieren sie nicht.

„Es spielt öfter eine Rolle, als ich es davor gedacht hätte. Man steht unter stärkerem Druck, zu zeigen, dass man für sein Alter reifer ist, als man aussieht oder als die Vorurteile sagen. [...] Dieses Klischee ‚du bist genauso alt, wie meine Tochter oder wie mein Sohn‘, bekommt man schon ab und zu zuhören.“

Das alles sollten aber keine Hindernisse sein, sich als junge Frau in die Selbstständigkeit zu begeben. Amelie will mit ihrem Weg und ihren Erfahrungen Mut machen und unterstützen.

„Fangt an, eure Grundmauern der Selbstständigkeit zu skizzieren. Man braucht einen Business-Plan, man muss sich überlegen, wie man nach außen treten möchte. Das Ganze baut man nicht innerhalb ein paar Tage auf. Das dauert ganz lange und je früher man anfängt, desto einfacher wird’s.“

Faktencheck

Selbstständigkeit

Im vergangenen Jahr sind 4,42 Millionen Menschen einer selbstständigen Erwerbstätigkeit nachgegangen. Das sind ca. 9,6 % aller Erwerbstätigen in Deutschland.

Doch was versteht man eigentlich unter der beruflichen Selbstständigkeit? Laut der Bundeszentrale für politische Bildung müssen gewisse Kriterien erfüllt sein, damit man von einer „echten“ Selbstständigkeit sprechen kann. Dazu gehört es die eigene „Tätigkeit frei gestalten und Arbeitszeit sowie Arbeitsort frei bestimmen können.“ Zudem sind Selbstständige nicht weisungsgebunden. Werden diese Kriterien nicht eingehalten, spricht man von einer Scheinselbstständigkeit, die jedoch nicht leicht festzustellen ist. Dies war beispielsweise bei einer bekannten Essenlieferdienste-Kette der Fall.

Anders als bei einem abhängigen Beschäftigungsverhältnis müssen Selbstständige selbst für ihre Versicherungsbeiträge aufkommen. Bei ArbeitnehmerInnen liegt die Versicherungspflicht jeweils zu einer Hälfte bei Arbeitgebenden und bei Arbeitnehmenden. Auch ihre Altersvorsorge müssen selbstständige Personen selbst aufbauen.

Es gibt verschiedene Formen der Selbstständigkeit. Bei Solo-Selbstständige und Mikrofirmen handelt es sich um unabhängige Erwerbstätige, die keine weiteren MitarbeiterInnen beschäftigen. Freelancer oder auch freie MitarbeiterInnen üben eine Tätigkeit aus, die nicht der Gewerbeordnung unterliegt. Laut der Bundeszentrale für politische Bildung gehören dazu „Ärzte, Apotheker, Anwälte oder auch Künstler.“ Außerdem unterscheide man zwischen selbstständige und unselbstständige FreiberuflerInnen. Denn Freie Berufe können auch innerhalb eines sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnisses ausgeführt werden. Den Angaben der Bundeszentrale für politische Bildung zufolge ist ca. ein Drittel der Erwerbstätigen in freien Berufen selbstständig.

Das Statische Bundesamt erstellt jährlich eine Arbeitskräfteerhebung. Diese wird durch den Mikrozensus erstellt, was so viel wie „kleine Volkszählung“ bedeutet. Dabei handelt es sich um eine Form der Datenerhebungen, die in kürzeren Abständen durchgeführt wird und bei der die Daten stichproblemartig erhoben werden. Basierend auf dem Mikrozensus hat das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung berechnet, „dass sich jedes Jahr rund ein Prozent der erwerbsfähigen Bevölkerung für eine Selbstständigkeit im Vollerwerb entscheidet.“

Geschlechterverteilung in der Selbstständigkeit

In Deutschland gehen 4.017 Menschen einer selbstständigen Erwerbstätigkeit nach. Dabei machen Männer anteilig 66,6% dieser Anzahl aus. Mit 1.343 also 33,4 % sind wesentlich weniger Frauen Selbstständig.

Das Problem der unausgeglichenen Geschlechterverteilung ist allerdings nicht nur bei Selbstständigen zu beobachten. Denn obwohl Frauen in Deutschland 50,8% der Bevölkerung ausmachen, sind im Jahr 2019 von 100 erwerbstätigen Personen nur 46,6 Frauen. Im selben Jahr war laut dem Statistischen Bundesamt nur jede dritte Führungsposition durch eine Frau besetzt.

In den letzten 20 Jahren zeichnet sich jedoch die Tendenz ab, dass sich der Abstand zwischen männlicher und weiblicher Erwerbsbeteiligung verringert. So lag die Zahl der weiblichen Erwerbstätigen 1999 noch bei 43,6 % und stiegen bis 2019 auf die bereits erwähnten 46,6%. Auch die Anzahl der selbstständigen Frauen ist gestiegen. Von 1999 bis 2019 stieg die Anzahl der weiblichen Selbstständigen mit weiteren MitarbeiterInnen von 21,9% auf 25,3%. Diese Tendenz lässt sich auch bei Solo- Selbstständigen Frauen beobachten. Lage der Abteil 1999 noch 33,1%, stieg dieser 2019 auf 39,4%.

Laut der Bundesregierung ist ihnen die Förderung von Existenzgründerinnen ein wichtiges Anliegen. Um Frauen auf dem Weg in die Selbstständigkeit zu unterstützen, wurde das BGA - bundesweite Gründerinnen Agentur gegründet.

*Quellen lassen sich auf justgaedeit.com nachvollziehen

Was ist Justgaedeit überhaupt?

Justgaedeit ist im Oktober 2020 online gegangen mit dem Ziel, in jeder Geschichte und in jedem Schicksalsschlag etwas Positives zu sehen. Dabei ist den Machern wichtig, die (Tabu-)Themen dabei nicht zu relativieren.

Unsere Gäste erzählen ihre persönlichen Erfahrungen und Meinungen zu bestimmten Themen. Dabei ist Justgaedeit wichtig, dass diese Aussagen nicht zu verallgemeinern sind.

Zwecks der journalistischen Neutralität produziert Justgaedeit zu jeder Folge mindestens einen Faktencheck, der die Hörer-/innen mit Hintergrundwissen zu den behandelten Themen versorgt.

In allen Folgen befasst sich Justgaedeit bewusst mit gesellschaftlich kritischen und emotionalen Themen.

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Seit Oktober 2020 hat Justgaedeit (Stand Februar 2021) insgesamt 2.5k Streams und 800 Hörer-/innen.

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